Kunst, Kultur, Jugend & Senioren – Begegnung ermöglichen, Zusammenhalt stärken

Marzahn-Hellersdorf ist ein Bezirk im Wachstum mit starken Nachbarschaften, engagierten Initiativen und einer vielfältigen Kulturlandschaft. Für uns entstehen Kunst und Kultur nicht nur in Museen oder Galerien. Sie entstehen überall dort, wo Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam Zeit verbringen. Sie sind Teil des Alltags in unserem Bezirk, stärken Nachbarschaften, verbinden Generationen und tragen zu lebendigen Kiezen bei.
Deshalb wollen wir Kunst und Kultur im gesamten Bezirk sichtbar machen und Angebote fördern, die im Alltag der Menschen ankommen. Unser Ziel ist ein Bezirk, in dem kulturelle Teilhabe, Begegnung und gesellschaftliches Engagement für Menschen jeden Alters selbstverständlich sind.
Kunst und Kultur im Kiez stärken
Marzahn-Hellersdorf verfügt über zahlreiche kulturelle Einrichtungen, die weit über den Bezirk hinauswirken und einen festen Bestandteil des kulturellen Lebens bilden. Der Erhalt und die Weiterentwicklung dieser kulturellen Leuchttürme, zu denen beispielsweise das Schloss Biesdorf, die Parkbühne am Schloss Biesdorf und das Theater am Park gehören, sind uns ein besonderes Anliegen.
Gleichzeitig lebt Kultur nicht nur von großen Einrichtungen, sondern vor allem vom Engagement vor Ort. Flohmärkte, Nachbarschaftsfeste, kleine Konzerte und Veranstaltungen im öffentlichen Raum bringen Menschen zusammen und stärken das Miteinander im Kiez.
Um diese verbindende Funktion von Kunst und Kultur weiter zu stärken, wollen wir die Durchführung solcher Veranstaltungen erleichtern, Initiativen aus der Nachbarschaft stärker unterstützen und den Austausch im Bezirk fördern. Kultur muss sichtbar, zugänglich und im gesamten Bezirk erlebbar sein.
Besonders wichtig ist uns auch die Förderung der Bildenden Kunst. Wir wollen Künstlerinnen und Künstler verstärkt mit Förderern, Initiativen und Partnern zusammenbringen, um die Rahmenbedingungen für Kunstschaffende in Marzahn-Hellersdorf weiter zu verbessern.
Identität und Geschichte sichtbar machen
Ein Beispiel hierfür ist die Erinnerung an den Sandmann, der in Marzahn-Hellersdorf entwickelt wurde und bis heute für Kindheit, Familie und gemeinsame Erinnerungen steht. Solche identitätsstiftenden Elemente prägen unseren Bezirk und verbinden Generationen.
Darüber hinaus unterstützen wir ausdrücklich die Initiative, das Sandmännchen und die Tradition der Gutenachtgeschichten als Immaterielles Kulturerbe stärker zu würdigen und langfristig als Weltkulturerbe sichtbar zu machen. Das Sandmännchen ist weit mehr als eine Fernsehfigur. Über Generationen hinweg ist es zu einem festen Bestandteil des Alltags, der Familienkultur und gemeinsamer Erinnerungen geworden. Werte wie Verlässlichkeit, Geborgenheit und gemeinsames Innehalten am Ende des Tages sind gerade in einer zunehmend beschleunigten Gesellschaft von besonderer Bedeutung.
Auch offene Begegnungsorte leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben. Offene Bücherschränke sind unkomplizierte Orte des Austauschs und der Begegnung. Solche Angebote wollen wir weiter ausbauen und gemeinsam mit lokalen Initiativen neue Standorte schaffen.
Junge Menschen und kulturelle Teilhabe
Kultur eröffnet Perspektiven und schafft Räume für Begegnung, insbesondere für junge Menschen. Neben Bildung und Sport sind Orte für Freizeit, Austausch und kulturelle Aktivitäten wichtig.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene wünschen sich Möglichkeiten, sich auch am Abend im Bezirk zu treffen und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Ein lebendiger Bezirk endet nicht um 20 Uhr. Deshalb wollen wir neue Veranstaltungsformate fördern und Räume für junge Kultur stärken, zum Beispiel durch Proberäume für Bands, offene Bühnen für Musik und Kleinkunst oder Veranstaltungen für junge Künstlerinnen und Künstler.
Gleichzeitig ist gesellschaftliche Teilhabe für viele Kinder und Jugendliche nicht selbstverständlich. In einem wachsenden Bezirk mit unterschiedlichen sozialen Lebensrealitäten entscheidet noch zu oft der Geldbeutel über Chancen und Möglichkeiten. Jugendclubs, Sportvereine, freie Träger und viele weitere Angebote leisten bereits wichtige Arbeit, erreichen aber nicht alle gleichermaßen. Die Angebote sind teilweise zu weit entfernt, nicht ausreichend bekannt oder im Alltag nur schwer zugänglich.
Deshalb setzen wir uns für mehr kostenfreie und wohnortnahe Angebote im Kiez, für mobile Jugendarbeit und für verlässliche Orte mit festen Ansprechpartnern ein. Diese Strukturen wollen wir stärken und besser miteinander vernetzen.
Damit Jugendangebote nicht an ihrem Alltag vorbeigehen, müssen sie sich stärker an den tatsächlichen Lebensrealitäten orientieren und dort ansetzen, wo sie gebraucht werden.
Dabei ist es wichtig, unterschiedliche Bedürfnisse zu berücksichtigen. Jeder junge Mensch bringt eigene Erfahrungen, Lebensrealitäten und Perspektiven mit. Deshalb braucht es individuelle Zugänge zu Angeboten sowie Räume, in denen sich alle sicher und respektiert fühlen können. Dazu gehören auch queere Jugendliche, die im Alltag häufig besonderen Herausforderungen ausgesetzt sind und deshalb verlässliche und geschützte Orte benötigen.
Jugendhilfe und Ganztag besser verbinden
Der Alltag vieler Kinder und Jugendlicher hat sich verändert. Ein immer größer werdender Teil ihres Tages wird in der Schule verbracht und der Ausbau der Ganztagsangebote schreitet weiter voran.
Schule und Jugendhilfe sind jedoch unterschiedliche Systeme. Umso wichtiger ist es, sie besser miteinander zu verbinden. Der Ganztag darf kein abgeschlossener Raum sein, sondern muss sich stärker in den Sozialraum öffnen.
Deshalb wollen wir die Angebote der Jugendhilfe und freier Träger enger mit dem Schulalltag verknüpfen und die Kooperationen vor Ort weiter ausbauen.
Senioren und gesellschaftliche Teilhabe
Marzahn-Hellersdorf ist ein Bezirk mit vielen engagierten Seniorinnen und Senioren. Sie gestalten das gesellschaftliche Leben aktiv mit und bringen ihre Erfahrungen in Nachbarschaft, Ehrenamt und Vereinen ein.
Wir wollen Angebote stärken, die Begegnung ermöglichen und Einsamkeit entgegenwirken. Dazu gehören Seniorentreffs, kulturelle Veranstaltungen im Kiez, generationenübergreifende Formate sowie der Erhalt bestehender Begegnungsorte.
Auch Mehrgenerationenhäuser und ehrenamtlich getragene Strukturen leisten hierbei einen wichtigen Beitrag und verdienen verlässliche Unterstützung.
Gleichzeitig wollen wir die Teilhabe älterer Menschen am kulturellen und gesellschaftlichen Leben weiter verbessern. Dafür sind barrierefreie Zugänge zu Kultur- und Freizeitangeboten, gut erreichbare Veranstaltungsorte und wohnortnahe Angebote entscheidend.
Auch digitale Bildungsangebote, etwa in Bibliotheken oder Begegnungsstätten, können dazu beitragen, älteren Menschen mehr Teilhabe und Sicherheit im Alltag zu ermöglichen.
Seniorenvertretung und Beratung stärken
Wir wollen die Mitwirkung älterer Menschen an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen weiter stärken. Deshalb unterstützen wir die aktive Arbeit der Seniorenvertretung im Bezirk und eine Weiterentwicklung des Seniorenmitwirkungsgesetzes, bei der die Bezirke stärker einbezogen werden.
Darüber hinaus setzen wir uns für die Einrichtung einer festen Beratungsstelle für Seniorinnen und Senioren ein. Wir wollen dies in unserem CDU Bürgerbüro einrichten. Durch regelmäßige Sprechzeiten soll eine verlässliche und niedrigschwellige Anlaufstelle für Fragen, Anliegen und Unterstützung im Alltag geschaffen werden.
Begegnung im öffentlichen Raum fördern
Kultur verbindet Generationen. Begegnungsorte im öffentlichen Raum, Veranstaltungen im Kiez und gemeinschaftliche Aktivitäten tragen wesentlich dazu bei, das Miteinander in unserem Bezirk zu stärken.
Der Verein „Die Kiezmacher e.V.“ leistet einen wichtigen Beitrag für Begegnung, Nachbarschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren Kiezen. Durch ehrenamtliches Engagement, niedrigschwellige Angebote für Austausch und Beteiligungsmöglichkeiten bringt der Verein Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebensrealitäten zusammen. Zugleich stärkt er bürgerschaftliches Engagement, Identifikation mit dem eigenen Wohnumfeld und die aktive Mitgestaltung des Kiezes. Gerade solche Initiativen schaffen Räume für Begegnung, fördern Verantwortung füreinander und machen Nachbarschaft, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Alltag konkret erlebbar.
Unser Ziel ist ein Bezirk, in dem Menschen jeden Alters gerne leben, sich begegnen, sich einbringen und ihre Nachbarschaft aktiv mitgestalten können.