Mobilität – sicher, verlässlich und für alle nutzbar

Verkehrssicherheit ist eines unserer zentralen Themen. In Marzahn-Hellersdorf müssen die Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt und in der Freizeit, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel, sicher und zuverlässig funktionieren. In den vergangenen Jahren konnten durch viele kleine und große Maßnahmen bereits spürbare Verbesserungen erzielt werden. Daran wollen wir anknüpfen und die Verkehrssituation Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Wir stehen für Wahlfreiheit bei der Mobilität. Menschen sollen selbst entscheiden können, ob sie Bus und Bahn, das Fahrrad oder das Auto nutzen möchten. Unser Ziel ist ein leistungsfähiges und ausgewogenes Angebot für alle Verkehrsmittel. Verkehrspolitik darf nicht ideologisch geführt werden, sondern muss sich an der Lebensrealität der Menschen orientieren.
Öffentlicher Nahverkehr
Ein starker öffentlicher Nahverkehr ist eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Mobilität im Bezirk. Wir setzen uns für eine bessere Taktung von Bus und Bahn sowie für eine Ausweitung des Angebots des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein. Dazu gehört für uns ein 5-Minuten-Takt für die S-Bahn-Linien und die U5 auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
Ebenso entscheidend ist, dass Umstiege zuverlässig funktionieren und Verbindungen innerhalb des Bezirks schneller werden. Dies gilt insbesondere für die Erreichbarkeit zentraler Standorte wie des Gesundheitscampus am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) sowie weiterer medizinischer Einrichtungen, aber auch von Einkaufsmöglichkeiten und Schulen.
Ein leistungsfähiger ÖPNV muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass alle Bahnhöfe im Bezirk barrierefrei ausgebaut werden. Aufzüge, gut erreichbare Zugänge und Leitsysteme für blinde und sehbehinderte Menschen sind hierfür unverzichtbar. Projekte wie die Verlängerung der Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Kaulsdorf müssen zügig umgesetzt werden.
Straßenverkehr und Infrastruktur
Für viele Menschen ist das Auto unverzichtbar. Familien, Handwerksbetriebe, Pflegedienste und Pendler sind auf eine funktionierende Straßeninfrastruktur angewiesen. Wir setzen uns deshalb für leistungsfähige Straßen, eine gute Erreichbarkeit der Wohngebiete und einen möglichst fließenden Verkehr ein.
Dazu gehört auch, Fahrbahnschäden zügig und nachhaltig zu beseitigen. Im Rahmen der Brückenbauoffensive setzen wir uns dafür ein, notwendige Neubauten im Bezirk schnell voranzutreiben und die Belastungen während der Bauphasen so gering wie möglich zu halten.
Große Infrastrukturprojekte bleiben für die Entwicklung unseres Bezirks von zentraler Bedeutung. Die Tangentiale Verbindung Ost ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte für den Berliner Osten. Sie kann zu einer spürbaren Entlastung vieler Wohngebiete beitragen und muss konsequent weiterverfolgt werden.
Auch für die Ortsumfahrung der B158 setzen wir uns für eine tragfähige Lösung ein, die sowohl den Verkehrsfluss verbessert als auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt.
Intelligente Verkehrssteuerung und E-Mobilität
Eine moderne Verkehrssteuerung kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Verkehrsflusses und zur Reduzierung von Staus leisten. Intelligente Ampelsysteme helfen dabei, den Verkehr effizient zu lenken.
Zur Mobilität der Zukunft zählt für uns auch die Elektromobilität. Dafür ist eine bedarfsgerechte und sinnvoll geplante Ladeinfrastruktur notwendig. Der Ausbau von Ladesäulen darf nicht zulasten bestehender Stellplätze erfolgen, sondern muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren und im Alltag praktikabel sein.
Ruhender Verkehr und Pendlerverkehre
Neben dem fließenden muss auch der ruhende Verkehr stärker berücksichtigt werden. Der Parkdruck ist in vielen Wohngebieten hoch. Gleichzeitig führen abgestellte Lkws und Großtransporter an Hauptstraßen häufig zu Einschränkungen der Sicht und bergen dadurch Sicherheitsrisiken.
Wir setzen uns daher für bessere Parkmöglichkeiten sowie den Ausbau von Park-and-Ride-Angeboten an den S- und U-Bahnhöfen ein. Ergänzend dazu unterstützen wir die Erweiterung des Tarifbereichs B der S-Bahn bis Birkenstein, um Pendler frühzeitig zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen und den Verkehr im Bezirk zu entlasten.
Marzahn-Hellersdorf ist der einzige Bezirk Berlins ohne bezahlpflichtige Parkraumbewirtschaftung. Daran wollen wir festhalten. Dies hat sich bei uns bewährt.
Radverkehr
Der Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Mobilitätsangebots. Dafür sind sichere und gut nutzbare Radwege sowie ausreichend Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen notwendig.
Projekte wie die geplante Radschnellverbindung entlang der U5 können hierzu einen Beitrag leisten. Entscheidend ist jedoch, dass neue Radwege sinnvoll geplant werden und allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden. Unser Ziel sind funktionierende Lösungen, die den Verkehr insgesamt verbessern, ohne dabei einzelne Gruppen gegeneinander auszuspielen.
Fußverkehr und Verkehrssicherheit
Ein erheblicher Teil der täglichen Wege wird zu Fuß zurückgelegt. Deshalb kommt auch dem Fußverkehr eine besondere Bedeutung zu.
In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Maßnahmen, wie etwa neue Fußgängerüberwege oder bauliche Verbesserungen an Kreuzungen, umgesetzt. Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Gehwege müssen instand gehalten, Bordsteine abgesenkt und Gefahrenstellen zügig beseitigt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sicheren Schulwegen, insbesondere im Umfeld von Grundschulen. Hier sind klare Sichtverhältnisse, sichere Querungsmöglichkeiten und übersichtliche Verkehrsführungen entscheidend.
Mobilität im Kiez und neue Angebote
Gerade in Siedlungsgebieten gewinnt die sogenannte letzte Meile zunehmend an Bedeutung. Sharing-Angebote wie Carsharing, Bikesharing oder E-Scooter können eine sinnvolle Ergänzung sein, sofern sie geordnet eingesetzt werden.
Dafür braucht es klare Abstellflächen und verbindliche Regeln für Anbieter. Gehwege und Zugänge müssen jederzeit frei und sicher nutzbar bleiben.
Lärmschutz und Lebensqualität
Neben der Verkehrssicherheit ist auch die Reduzierung von Belastungen von großer Bedeutung. Lärm entlang stark befahrener Straßen beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Menschen.
Maßnahmen wie Tempo 30 können dort sinnvoll sein, wo sie nachweislich zu einer Entlastung beitragen und die Verkehrssicherheit erhöhen. Bereits umgesetzte Regelungen, wie zum Beispiel die nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung in der Köpenicker Straße, zeigen, dass wirksame Verbesserungen in diesem Bereich möglich sind.
Fazit
Unser Ziel ist eine Mobilitätspolitik, die zu Marzahn-Hellersdorf passt: verlässlich, sicher und alltagstauglich. Wir stehen für Wahlfreiheit bei der Mobilität, für eine starke Infrastruktur und für eine Verkehrspolitik, die die unterschiedlichen Bedürfnisse im Bezirk zusammenführt, statt sie gegeneinander auszuspielen.
Foto: CDU / Adrian Kubica c/o Banrap